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Warum ich so bin, wie ich bin……

 


„Anne, wach auf, sie ist weg. Eure Mutter ist weg.“ Mit diesem Satz weckte mich mein Vater an einem düsteren Novembermorgen. Ich wusste erst gar nicht so recht, was mein Vater damit meinte, mir wurde alles erst nach ein paar Minuten bewusst.

Sie war weg, einfach weg. Ich stand auf um ins Schlafzimmer meiner Eltern zu gehen und mich zu vergewissern, dass dies auch wirklich so ist. Der Kleiderschrank stand offen, alles was sich am Abend vorher darin befand war weg. Nicht einmal mehr die Bettwäsche war mehr da. Es war also wirklich wahr. Ohne ein „Auf Wiedersehen“, ohne auch nur die geringste Andeutung zu machen. Doch dann traf  es mich wie ein Blitz. Ich erinnerte mich an eine Situation, die schon einige Jahre vergangen war. Ich hatte sie verdrängt. Ich war doch noch so klein, ich wollte das damals einfach vergessen. Ich erinnerte mich daran, dass ich meine Mutter auf den Schoß ihres Chefs erwischt hab. Doch was denkt sich ein 8-jähriges Mädchen schon dabei. Nun wusste ich den Grund warum sie weg war. Doch ich schwieg. Ja, ich war sogar froh dass sie weg war da sie mich ja eh nie geliebt hat. Ich habe sie verachtet. Ich habe sie gehasst, sogar schon vor dieser Geschichte.

Ich kümmerte mich seit diesem Tag mehr als sonst um meine Schwester, denn ich spürte, dass sie innerlich fertig war, es doch nicht so recht zu zeigen wusste. Sie verstand es nicht, wie soll sie das auch als 2-jähriges Kind.

 

 

 

 

Einige Jahre später…


 

Es war 6.55Uhr. Ich stand wie immer mit meiner besten Freundin vor der Fleischerei und wir warteten auf Sarah(eine gute Freundin), um mit ihr dann gemeinsam zur Schule zu laufen.

Wir standen auch nur 2 oder 3 Minuten da als sie dann endlich von weiten zu sehen war.

Als sie bei uns war sah ich dass sie Tränen in den Augen hatte. Sie war bleich und sah aus als würde sie gleich losheulen. Sarah schaute mich an, als müsse sie mir etwas beichten. „Anne, Christian ist tot. Man hat ihn gestern Nachmittag in seinem Zimmer auf dem Boden liegend gefunden.“ Ich stand starr, ich konnte nicht reagieren. Christian tot? Das konnte einfach nicht sein. Ich schwieg und lief einfach Richtung Schule. Alle schauten mich an. Sie wussten alle was geschehen war. Ein Schüler der Parallelklasse kam mir entgegen. „Ein Idiot weniger…glotz nicht so blöd, freu dich lieber.“ In diesem Moment brach ich einfach zusammen, ich sackte auf dem Schulhof nieder und fing an zu weinen. Ich konnte nicht mehr anders. Meine beste Freundin und Sarah kamen zu mir gelaufen. Sie brachten mich in den Aufenthaltsraum und versuchten mit mir zu reden. Doch ich nahm das alles gar nicht wahr.

Ich fragte was mit ihm passiert sei. „Er hat sich Heroin gespritzt. Er hat zu viel genommen, Anne. Seine Mutter meinte er hätte sich noch etwas zum essen gemacht und wäre auf sein Zimmer, weil er schlafen wollte. Erst am nächsten Tag hat sie ihn gefunden.“ Ich war so fertig mit den Nerven. Ich konnte nicht einmal auf die Beerdigung von ihm. Ich erlitt immer wieder Kreislaufzusammenbrüche. Ich konnte mich nie richtig von ihm verabschieden.

Seit diesem Tag verkroch ich mich. Ich konnte das seelisch alles nicht verkraften, wahrscheinlich hab ich deshalb angefangen mich selbst zu verletzen. Ich fing an nur noch schwarz zu tragen, so wie es Christian damals tat. Ich wurde immer ruhiger, weil ich zu niemandem mehr Kontakt hatte. Viele Freundschaften gingen auseinander, da mich viele nicht verstanden haben. Sie fingen an mich zu verachten. Sie nannten mich krank, obwohl niemand wusste was in mir vorging.

 

 

 

 

 

10 Monate später…

 

 

Es begann ein neues Schuljahr. Ich war nun in der 8. Klasse. Die Lehrer beschlossen unsere beiden Klassen noch einmal zu trennen und somit 3 aus ihnen zu machen. Und wie sollte es anders sein: ich kam mit dem Mädel in die Klasse dass ich am meisten hasste. Ich wusste, das beruhte auf Gegenseitigkeit. Sie hetzte die ganze Klasse gegen mich auf. Ich für alle Luft. Ich wurde nu verarscht, ausgenutzt und verlacht. Sollte ich mich einmal mit jemandem aus einer anderen Klasse besser verstanden haben, dann kamen diese Mädels aus meiner Klasse und alles war hinüber. Meine ehemalige beste Freundin meinte mich zu kennen und alles was ich ihr je erzählt habe in der Schule breit zu reden. Ich war alleine. Ich war einsam.

Hinzu kam, dass ich von zuhause genau so wenig Unterstützung bekam. Ständig angeschrieen zu werden, alles machen zu müssen und nie einmal gelobt oder in den Arm genommen zu werden hinterließ auch einige Narben in meiner Seele.

Ich wurde noch ruhiger. Ich redete kaum noch etwas. Mit wem auch? Worüber? Wenn ich mich wem anvertraute wurde ich doch eh nur verarscht. Also beschloss ich meinen Weg allein zu gehen. Alles was ich mir aufgebaut habe, alles was ich geschafft habe, das hab ich mir zu verdanken und niemand anderen.

 

 

 

 

 

1 Jahr später

 

Ich lernte Steven kennen. Ich dachte anfangs nicht viel darüber nach. Doch bei ihm war etwas komisch. Er bemühte sich um mich. Er ließ nicht locker, wenn ich nicht reden wollte und er lachte nicht über Probleme oder Gefühle die ich ihm schilderte. Er war für mich da. Er hatte Verständnis für alles. Er drängte mich zu nichts. Es dauerte nicht lange bis zwischen uns etwas entwickelte. Wir kamen zusammen. Er ließ mir Zeit Vertrauen aufzubauen. Was mir allerdings bis heute nicht 100%ig gelungen ist. Ich spüre selbst das ich große Angst davor haben wieder einen geliebten Menschen zu verlieren oder einfach nur verarscht  und benutzt zu werden. Das macht diese Beziehungssache nicht unbedingt einfach.

Steven stellte mich seinen Freunden vor. Ich fühlte mich von Anfang an wohl bei ihnen. Ich hatte das Gefühl endlich mal irgendwo dazu zu gehören. Diese Leute waren alle so nett und nicht so oberflächlich und dumm wie die, die ich bisher kannte. Steven stellte mich auch seinem besten Freund(Torsten), dessen Freundin(mittlerweile dessen Frau) und seiner Familie vor. Es ist nicht einfach von jetzt auf nachher so viele Menschen um sich zu haben die einen mögen. Viele fühlen sich auch gekränkt oder verstehen mich einfach falsch, weil ich nicht viel rede. Ich bemühe mich sehr darum. Nur, diese Verunsicherung, diese Angst enttäuscht und belogen zu werden ist meist größer als alles andere. Ich will nicht dass sich andere gekränkt fühlen durch mich. Ich will nicht dass sie mich hassen oder mich nicht haben wollen nur weil ich seelisch nicht so stark bin und auf sie zugehen kann. Ein Mensch ändert sich nicht von jetzt auf nachher. Ich werde wohl noch Jahre brauchen um dies zu schaffen. Und ich hoffe diese Zeit wird mir gegeben.

23.11.06 20:49


Hi -g-

Also Leute...ich hatte mal wieder richtig langeweile...

Ich habe also mal eben eine kleine Page gezaubert!Ich

hoffe sie gefällt euch wenigstens einbisschen^^

Dann viel Spass beim anschauen

 

 

12.7.06 21:38